Bescherung
Bescherung am Weihnachtsabend
Die Krippe wird in den letzten Tagen vor dem Weihnachtsabend aufgestellt und aufgebaut. Erst kurz vor der Bescherung wird das Jesuskind in die Krippe gesetzt und dann ist die Krippe fertig bestellt.
Erst nach den Weihnachtsfeiertagen rücken die Bauern ein wenig zusammen, damit Platz wird für die Heiligen Drei Könige. Die Krippe hat also ein wechselndes Szenenbild.

In der Mitte des Hintergrundbildes breitet Gottvater seine Arme aus und auch der Heilige Geist wacht über dem Geschehen. Beim Taxenbinden darf man diese Szene nicht überdecken.
Der Anführer der himmlischen Heerscharen steht mit breit geöffneten Armen auf dem Krippendach. Natürlich kann er auch am Draht von der Decke hängend dargestellt werden. Gleiches gilt für den Stern. Er kann entweder auf das Stalldach gesteckt werden oder von der Decke herabhängen.
Der Bach am rechten Rand könnte gut der Stanser Bach sein, der durch die Wolfsklamm und danach durch das Dorf in den Inn fließt.
Am linken Rand der Krippe ist auf jeden Fall die Burg des Herodes dargestellt. Das deutet bereits die Geschichte von der Flucht nach Ägypten und dem anschließenden Kindermord an.
Beides, Engel und Stern gleichzeitig, ist ein Unding, denn es entspricht absolut nicht der Tradition einer Krippe mit Wechselszenario. Meist wird zu Neujahr der Verkündigungsengel durch den Stern ersetzt, um die Weisen aus dem Morgenland "anzulocken". Am 6. Januar haben dann die drei Heiligen Könige ihren Auftritt.

In der heutigen hektischen Zeit kommt es natürlich öfter vor, dass solche Wechselkrippen nur ein einziges Mal mit der vollen Pracht aller Figuren aufgebaut werden, denn es hat ja niemand mehr Zeit für den Umbau ....
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